Ausbildung

10. Schuljahr OR

Die Ausbildungswege für Schüler, die ihre obligatorische Schule beenden (9. und 10. Schuljahr), sind dreierlei:

1. Vorbereitung eines Diploms zum Eintritt in die Universität.

2. Vorbereitung eines Diploms zum Eintritt in eine Fachhochschule oder eine technische Hochschule.

3. Vorbereitung einer Ausbildung (EFZ).

Die richtige Wahl zu treffen ist also nicht so einfach.

Jeder dieser drei Ausbildungswege hat also seine Berufsperspektiven und Chancen, jedoch auch seine Herausforderungen und Grenzen. Des Weiteren gibt es neue Ausbildungswege aufgrund des Aufkommens der technischen Hochschulen sowie der Anerkennung der europäischen Ausbildungsnormen (Bologna-Prozess) in der Schweiz, die jedoch wenig bekannt sind. Schliesslich kann die Wahl jedoch durch unzureichende schulische Leistungen bestimmt werden.

Die Antwort der École des Buissonnets auf alle diese Fragen und Zwänge ist die spezifische Stufe Orientation-Raccordement (O.R.), die das fehlende Kettenglied darstellt: Sie nimmt die Orientierungsrolle ein, indem sie dem Schüler hinsichtlich seiner Fähigkeiten seinen Bildungsweg zeigt; sie spielt die Anschlussrolle, indem sie daraufhin innerhalb von lediglich drei Jahren ermöglicht, einen Maturitätsausweis oder das Baccalauréat zu erhalten, egal welche Noten der Schüler am Ende der obligatorischen Schule hatte.

Schliesslich sollte hinzugefügt werden, dass im Kanton Wallis die Schüler der Privatschule École des Buissonnets nach der obligatorischen Schule einen Stipendiumsantrag stellen können und oftmals einen hohen Beitrag des Staats zu ihren Ausbildungskosten erhalten .

 

Stärken

Das O.R.-Jahr ist ein wichtiges Jahr, da es zur Ausbildung zählt, egal welchen Studiengang man anstrebt: Maturität oder französisches Baccalauréat. Dies bedeutet konkret, dass dem Schüler garantiert wird, dass sein erstes Studienjahr an der École des Buissonnets voll und ganz für seine Ausbildung berücksichtigt wird, und dass ein gleichwertiges Diplom an einer offiziellen Schule in demselben Zeitraum absolviert wird. Des Weiteren profitiert der Schüler von der anerkannten Pädagogik der École des Buissonnets: Er kann also eine qualitative Ausbildung sowie eine genaue und aufopferungsvolle Betreuung erwarten, die seinem Erfolg zugutekommen.

Die Schweizerische Maturität

Seit dem 19. Jahrhundert organisiert die Eidgenossenschaft Prüfungen, die es jedem Bürger ermöglichen, an der Universität oder technischen Hochschulen zu studieren. Diese Prüfungen werden von der Schweizerischen Maturitätskommission geleitet, die sie jedes Jahr im Sommer und Winter wechselnd in einer der Universitäten der französischen Schweiz (Freiburg, Genf, Lausanne, Neuenburg) organisiert. Das Programm der Schweizerischen Maturität ist in der eidgenössischen Verordnung über die Maturität definiert und ermöglicht den bedingungslosen Eintritt in alle Universitäten und technischen Fachhochschulen der Schweiz (mit Ausnahme gewisser medizinischer Fakultäten, die eine Eintrittsprüfung aller Kandidaten vorschreiben). Die Schweizerische Maturität bildet somit den idealen Eintrittspunkt für das Hochschulstudium. Das gewählte System, Zertifikation des Kandidaten und nicht der Ausbildungseinrichtung, ermöglicht es der École des Buissonnets freizügig und erfolgreich die von Maria Montessori geerbte Pädagogik anzuwenden, was die Schule so besonders macht. Das System der Schweizerischen Maturität bietet somit gleichzeitig einen wirklich alternativen Ansatz der Ausbildung und gewährleistet die absolute Anerkennung des Diploms.

Fächer

Die École des Buissonnets hat sich somit dazu entschieden die Verordnung der Maturität möglichst offen anzuwenden, weshalb sie zahlreiche Optionen anbietet. Denn es ist in der Tat wichtig, die Motivation des Schülers anzuregen, indem ihm sein Diplom individuell angepasst wird: Die Auswahl im Rahmen der Maturität ermöglicht eine wirkliche wissenschaftliche oder, im Gegenteil, literarische Ausrichtung seines Diploms. Beispielsweise kann die Gesamtgewichtung der wissenschaftlichen Fächer von 20 bis 50% betragen, je nach ausgewählten Optionen. Desgleichen ist es möglich, dass ein Schüler ein Diplom vorbereitet, bei dem die Geisteswissenschaften
(Philosophie, Geschichte, Psychologie) auf mehr als ein Drittel der Note entfallen.

Grundfächer

  • Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik)
  • Geisteswissenschaften (Geschichte, Erdkunde)
  • Visuelle Kunst oder Musik
  • Französisch
  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik (Niveau normal oder höher)

Spezifische Optionen (ein Fach nach Wahl)

  • Biologie und Chemie
  • Wirtschaft und Rechtswissenschaften
  • Spanisch
  • Italienisch
  • Philosophie - Psychologie - Pädagogik

Zusätzliche Option

  • Erdkunde

Maturarbeit

 

Stärken

Der Schweizerische Maturitätsausweis entspricht den gemäss der Verordnung über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen (MAV) anerkannten kantonalen Maturitätsausweisen, weshalb die Programme der beiden Diplome in vielen Bereichen übereinstimmen.
Dies ermöglicht es dem Schüler, der seine Ausbildung mit einem kantonalen Maturitätsprogramm begonnen hat, sehr einfach an einem eidgenössischen Maturitätsprogramm teilzunehmen. Die Erfahrung zeigt, dass die sehr guten Kenntnisse der „kantonalen Maturanden“ es ihnen ermöglichen, ihre eidgenössischen Prüfungen sehr schnell zu absolvieren. Seit mehreren Jahren bestehen die Schüler dank der Flexibilität des Bildungsplans der École des Buissonnets oftmals erfolgreich die eidgenössische Maturität mit nur einem Vorbereitungsjahr.

„Das Programm der Schweizerischen Maturität ist in der eidgenössischen Verordnung der Maturität definiert und ermöglicht den bedingungslosen Eintritt in alle Universitäten und technischen Fachhochschulen der Schweiz.“

 

Referenzen: www.sbfi.admin.ch

 

Das französische Baccalauréat

Die École des Buissonnets bietet die Vorbereitung des französischen Baccalauréat des literarischen Zweigs (L) an. Das französische Ministerium für nationale Bildung definiert das Programm und organisiert die Prüfung. Die Prüfungen des Baccalauréat finden im Juni in einem französischen Prüfungszentrum nahe der Grenze statt. Die Beziehungen zwischen dem Ministerium und den Schulen des Zusammenschlusses Schweizerischer Schulen, die das französische Baccalauréat vorbereiten (groupement des écoles suisses préparant au Baccalauréat français - GESBF), zu dem die École des Buissonnets gehört, unterliegen einer Vereinbarung, die der École des Buissonnets den Status „vom Ministerium für nationale Bildung anerkannte Einrichtung“ (établissement reconnu par le ministère de l’Education nationale) verleiht. Die in einer Mitgliedsschule des GESBF beschulten Schüler haben somit Anspruch auf dieselbe Behandlung wie ihre französischen Pendants. Das erfolgreich abgeschlossene Baccalauréat mit Vermerk „assez bien“ (befriedigend) oder besser (Durchschnitt 12 von 20 oder höher) ermöglicht den Eintritt in Schweizerische Fakultäten mit den Fachbereichen Literatur, Psychologie, Rechtswissenschaften oder Wirtschaft. Das französische Baccalauréat bietet Schülern der Maturität, die ein Studium anstreben, das weniger wissenschaftliche Fächer umfasst, sowie Schülern von Handelsschulen, allgemeinbildenden Schulen oder der Berufsmaturität, die ein Universitätsstudium anstreben, eine interessante Alternative.

Fächer

Das französische Baccalauréat des Zweigs L setzt den Schwerpunkt auf sogenannte „literarische“ Fächer: Philosophie, Sprachen und Literatur. Es bietet eine besonders offene Auswahl an Sprachen an, für die Prüfungen absolviert werden können, sowie künstlerische, theatralische oder musikalische Ausrichtungen.

Zweig L

  • Französisch und Literatur
  • Naturwissenschaften
  • Begleitende Praktische Arbeit (Travail personnel encadré - TPE)
  • Literatur
  • Geschichte-Erdkunde
  • Fremdsprache: Deutsch oder Englisch oder Italienisch
  • oder Spanisch oder Portugiesisch
  • Ausländische Literatur in Fremdsprachen
  • Fremdsprache: Deutsch oder Englisch oder Italienisch
  • oder Spanisch oder Portugiesisch
  • Philosophie
  • Spezialitätsprüfung: 1. Fremdsprache Fortgeschritten oder Mathe
  • Sport

 

Stärken

Das französische Baccalauréat ist ein europäisches Diplom, das die Türen der Schweizerischen (unter gewissen Bedingungen) und europäischen Universitäten öffnet. Jedes Jahr entscheiden sich übrigens Schüler der École des Buissonnets dazu, ihr Studium in Frankreich oder anderswo zu absolvieren. Das Baccalauréat ist somit für Schüler, die weder in Fakultäten der Bereiche Wissenschaft oder Medizin noch den technischen Hochschulen studieren möchten, eine gute Alternative zur Schweizerischen Maturität.

Referenzen: www.eduscol.education.fr